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Fremdbild und Selbstbild – Ihre Persönlichkeit

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In meinen Trainings höre ich von Teilnehmern oft den Satz: „Ich will wissen, wie ich auf andere wirke und wie ich meine Wirkung gezielt steuern kann.“ Gerne wird dann auch hinzugefügt, dass man sich nicht verändern oder gar verbiegen lassen wolle. In diesem Beitrag will ich der Frage nachgehen, wie man seine eigene Wirkung im Rahmen der eigenen Persönlichkeitsentwicklung steuern kann.

Wann immer wir anderen Menschen begegnen, wirkt unsere Persönlichkeit nach außen. Dabei wird unser Verhalten wesentlich von unserer Einstellung zu uns selbst und zu anderen Menschen gesteuert. Welche Glaubenssätze bestimmen Ihre Einstellung? Wie sieht Ihr Selbstbild aus? Wie wollen Sie gerne gesehen werden? Wir alle haben über die Jahre hinweg – bewusst oder unbewusst – ein Selbstkonzept von uns entwickelt, welches über unser Verhalten die Wahrnehmung und damit die Wirkung auf andere beeinflusst. Frei nach dem Zitat von Paul Watzlawick: „Wir können nicht nicht kommunizieren!“ gilt hier der Grundsatz: „Wir wirken immer!“ Wirkung ist also die Wahrnehmung der Persönlichkeit aus der Perspektive unserer Mitmenschen.

Wenn wir uns weiter entwickeln wollen, müssen wir das Fremdbild kennen, welches andere Menschen sich von uns bilden. Dabei hilft das Feedback aus dem privaten und beruflichen Umfeld, um dem eigenen „blinden Fleck“ auf die Schliche zu kommen. Dabei gilt es zwei Aspekte zu berücksichtigen:

  • Wie und wodurch wirke ich auf andere?
  • Wie will ich auf andere Menschen in bestimmten Situationen wirken?

Auf Distanz wirkt zunächst unsere Gestalt. Wie ist unsere Haltung? Gehen wir aufrecht oder gebückt? Ist unser Gang schnell und zackig oder gemächlich bis schlendernd? Bewegen sich beim Gehen auch die Arme oder fallen diese starr herab? Neben unserer Gestalt wirkt auch schon zu einem frühen Zeitpunkt der Wahrnehmung unsere Kleidung. Welche Formen, Farben und welcher Stil sind zu erkennen? Passt die Kleidung zum Typ und ist sie der Situation angemessen gewählt worden? Enge Schnitte mögen en vogue sein, doch passen sie nicht zu jeder Statur. Der dunkle Anzug mag beim Banker angemessen erscheinen. Ein Verkäufer wird damit in der Baubranche jedoch bei seinen Kunden kaum Pluspunkte sammeln. Achten Sie auf alle Fälle immer auf einen perfekten Zustand Ihrer Kleidung. Prüfen Sie Ihre Kleidung auf abgewetzte Stellen, kleine Löcher oder aufgeplatzte Hemdkragen. Vernachlässigen Sie dabei auch nicht Ihre Schuhe. Diese sollten farblich zum Gürtel passen, geputzt sein und beim Oberleder wie bei der Sohle keine markanten Gebrauchsspuren aufweisen.

Die Zuwendung zu einem Gesprächspartner beginnt mit dem Blickkontakt. Hier bestimmt der emotionale Ausdruck, den unser Gegenüber wahrnimmt, wesentlich den weiteren Verlauf unseres Zusammentreffens. Ein sympathisches Lächeln, ein freundlicher Blick und ein entspannter Gesichtsausdruck fördern dabei die Bereitschaft zum Gespräch. Unsere Körpersprache, Mimik und Gestik unterstützen oder behindern zusätzlich die Kommunikation zwischen zwei Menschen.

Sicher haben Sie immer wieder den Spruch gehört: „Den kann ich nicht riechen.“ In der Tat beeinflussen Düfte und Gerüche unsere Sympathie für andere Menschen. Menschen, die im Sommer regelmäßigen Kundenkontakt haben, empfehle ich deshalb immer ein gutes Deo parat zu haben, um bei Bedarf auch nachlegen zu können.

Ausdrucks- und Überzeugungsvermögen werden vor allem auch durch unsere Sprache und unsere Stimme vermittelt. Verständlichkeit ist dabei die Voraussetzung, Wirkung zu erzielen. Passen Sie Ihre Worte und Formulierungen an die jeweilige Zielgruppe an, die Sie erreichen wollen. Vermeiden Sie Fremdworte, die nicht bekannt sein könnten. Formulieren Sie in kurzen Sätzen. Meist sind mehr als 13 Worte für den Zuhörer kaum noch nachvollziehbar. Sprechen Sie zielgerichtet zur Sache, statt in Ihrem Satz in Nebengedanken abzuschweifen. Gliedern Sie Ihre Gedanken, z.B. indem Sie ab und an eine rhetorische Frage einbauen. Stimme und Stimmung sind sich semantisch ähnlich. Durch unsere Stimme wird unsere Stimmung transportiert – oft sehr viel stärker als mit Worten. Gerade wenn Sie Ihrer Emotion Ausdruck verleihen wollen, suchen Sie bewusst das persönliche Gespräch und verzichten Sie auf E-Mails.

Stehen Ihre Wirkungsmittel miteinander im Einklang, wirken Sie echt und authentisch. Dies ist die notwendige Voraussetzung, um Vertrauen aufzubauen und glaubwürdig zu wirken. Unsere Schauspielkunst mag kurzfristig blenden, doch langfristig werden wir damit niemanden überzeugen.

Arbeiten Sie an Ihrer Persönlichkeit, an Ihren Einstellungen und Glaubenssätzen, um die Wirkung auf andere zu erzielen, die Sie sich in bestimmten Situationen wünschen. Gehen Sie dabei kleine Schritte und verzichten Sie darauf, sich zu verstellen. Dabei wünsche ich Ihnen viel Erfolg!

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